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Filmtagebuch: SAW [DVD]

saw20posterMorgen startet die moderne Endlosserie des Folterhorrors in seine sechste Auflage. Zeit also, mein Filmtagebuch um diese Erfolgsstory zu erweitern. Doch was zeichnet SAW für die heutige Generation von Kinogängern und Horrorliebhabern aus? Vermutlich das gleiche wie einst “Freitag der 13.” oder “Nightmare on Elm-Street”: “Brutalität!”. Bevor sich SAW aber zu einem übertriebenem Fest aus Blut und Gedärmen entwickelt hat, stand eine Idee. Es sollte ein beklemmender Psyhothriller werden. Als SAW ins Kino kam, erwartete den Besucher etwas Unbekanntes, sogar etwas, was der Kinogänger vorher nicht gesehen hat. Es waren Kombinationsgabe, starke Nerven und Konzentration vom Zuschauer gefordert, denn das Konzept war für Hollywood neu und obendrein sehr erfolgreich.

Zur Handlung gibt es nur folgendes zu sagen: “Ein Psychopath bringt zwei scheinbar willkürlich ausgewählte Personen in seine Gewalt, um ein teuflisches Spiel mit ihnen zu treiben. Eingeschlossen in einen kargen, spärlich ausgestatteten Baderaum ist es nur durch Töten des jeweils Anderen möglich, das “Spiel” des Killers zu gewinnen und somit zu überleben. Während sich die Situation mehr und mehr zuspitzt, gelingt es den Geiseln Stück für Stück die düsteren Hintergründe des sadistischen Treibens zu entlarven. Doch kann man sich untereinander überhaupt trauen?” [Quelle: ofdb.de]

Mit wenigen Mitteln wurde hier das Maximum herausgeholt, so sind die Hintergründe ausgeklügelt und komplex und die Stimmung äußerst beklemmend. Die Teilnehmer des geisteskranken Spiels, sollen das Leben zu schätzen lernen, so wie es einst John Kramer, alias Jigsaw erkannt hat. Man soll sich von seinen Sünden reinwaschen und fortan, ein besserer Mensch sein. Diese Erkenntnis sollen die Protagonisten darin erlangen um ihr Leben kämpfen zu müssen. Neben der Handlung in dem engen Badezimmer verläuft parallel die Fahndung nach Jigsaw, welche einige Überraschungen für den Zuschauer bereit hält.

Doch was unterscheidet den ersten Teil nun wirklich von den folgenden? Allein das Drehbuch, welches mit wenigen Logiklücken aufwartet, ist anders gestrickt so. Im ersten Teil heißt die Devise mit Angst zu schocken. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass die gezigte Gewalt zwar sehr explizit, aber selten vorkommt. Man kann sogar so weit gehen, dass der erste Teil äußerst Blutleer daherkommt und die Angst über die Psyche aufgebaut wird. Dies ist dem ersten Teil der Endlosserie hervorragend gelungen und ich hätte damals nicht erwartet, dass sich das ursprüngliche Konzept von SAW zu dem entwickelt, was es heute ist.

Fazit: Neu, schockierend und beängstigend, daher 9 von 10 Punkten.

Blogtechnischer Blackout, warum muss das sein?

Die Frage stelle ich mir zur Zeit häufiger, denn ich bin, trotz Interesse, momentan kaum in der Lage mich auf meinen Blog zu konzentrieren. Auch wo ich diese Zeilen schreibe, schweife ich wieder ab.

Ich denke aber, dass es wichtig ist, euch ein Lebenszeichen zu hinterlassen und euch ein paar erklärende Worte mit auf den Weg zu geben. Mein Leben ist momentan nich unbedingt einfach, so dass ich dort ersteinmal ansetzen muss. Wenn alles so laufen würde, wie ich mir das vorstelle, dann wäre die ganze Sache einfacher. Ich kann nicht sagen, wie lange dieser Zustand anhält, jedoch gebe ich mir Mühe in Zukunft den Blog nicht total brach liegen zu lassen, denn das fände ich ausgesprochen schade. Ich bitte aber darum, Verständnis dafür aufzubringen, dass mein Privatleben an oberster Stelle steht und dies um einiges wichtiger ist, als meine Blogaktivitäten. Da ich das Bloggen vehement als Hobby bezeichnet habe, so kommen auch Momente, wo für das Hobby wenig Zeit übrig ist. Dies ist leider einer dieser Momente.

Dennoch wäre es schön, wenn meine Leser mir die Treue halten, denn so leicht wird man mich dann doch nicht los ;-) .

Lockerz.com, ein neues Prämiensystem

Heute möchte ich euch auf eine tolle Webseite hinweisen und ein paar Worte dazu verlieren. Es handelt sich um Lockerz.com.

Lockerz.com ist eine Art kleine Community, die mit wertvollen Prämien winkt. So kann man dort z.B. iPods, MacBooks, Spielkonsolen, Amazon Einkaufsgutscheine, etc. “erwerben”. Das ganze läuft über sogenannte “Pointz”, eine virtuelle Währung, die man gegen Prämien eintauschen kann, ab. “Pointz” erwirbt man über das tägliche einloggen und das beantworten der täglichen Fragen.

Hervorzuheben sei hier, dass der Aufwand weitaus geringer ist, als er zunächst scheint, denn die verlangten “Pointz” für entsprechende Produkte bewegen sich nicht im unmöglichen Rahmen, sondern sind, teilweise innerhalb weniger Tage, oder bei wirklich großen Produkten innerhalb weniger Wochen zu erreichen. Das Ganze ist komplett kostenlos und dürfte sich vor allem durch die “Daily Question” finanzieren. Ein Beobachtung dieser lässt für mich nämlich den Schluss zu, dass die Antworten genutzt werden um gewisse Statistiken zu erstellen [Achtung: Das ist reine Spekulation] und diese sind bekanntermaßen unheimlich wertvoll.

Seit ich dort angemeldet bin, habe ich aber keinerlei Spam oder unerwünschte Mails, bzw. Post erhalten, so dass ich durchaus zufrieden bin. Denn mit 2 Minuten “Arbeit” am Tag sammelt man seine Punkte und kommt seiner Wunschprämie ein Stück näher.

Direkt nach der Anmeldung spielt man ein kleines Geschicklichkeitspiel, mit dem man seine ersten 100 Pointz verdienen kann. Theorethisch könnte man diese dann bereits in eine Software-Prämie eintauschen. Zu schön um wahr zu sein? Im Gegenteil… auf youtube kursieren unzählige Videos, die einen Versand der Prämien beweisen sollen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man derartig viele Leute dort beschäftigt ;-) .

Einen kleinen Haken gibt es dennoch, denn die Seite läuft auf Einladungsbasis. das heißt, dass bestehende Mitglieder, neue Mitglieder per e-Mail einladen müssen. Eine reguläre Anmeldung ist nicht möglich. Da ich aber bereits Mitglied bin, ist es ein leichtes euch die Einladungen zukommen zu lassen. Für mich reicht eine kurze mail an m.kalbe[at]googlemail[dot]com [bitte die entsprechenden Worte in den Klammern durch Zeichen ersetzen]. Mir ist es dabei vollkommen egal, ob ihr euch eine neue e-Mail Adresse anlegt, denn mehr als die Einladung wird von mir an die Adresse nicht rausgehen. Viel Spaß beim ausprobieren ;-) .

Plastikschrammler, womit sollst du beginnen?

Für den angehenden Plastikschrammler, stellt sich eine quälende Frage: “Welches Spiel ist das richtige für mich?”. Das wäre zum einen vom persönlichen Geschmack abhängig, aber auch ein paar andere Faktoren spielen eine Rolle. So stehen wir vor den zwei großen Vertretern des Genres: “Guitar Hero” und “Rock Band”. Beide Spiele fußen auf dem selben Prinzip und bieten 4 Instrumente: Gitarre, Bass, Mikrofon und Schlagzeug. Erwähnenswert sei hierbei, dass Guitar Hero erst seit “Guitar Hero: World Tour” die volle Palette der Instrumente bietet. Vorher war nur einfaches Gitarrengeschrammel möglich.

091307aDamit stehen wir nun vor einem größeren Problem, als wir zunächst dachten, denn neben einem Spiel benötigen wir auch entsprechende Instrumente. Je nach Plattform Wii, XBOX350 oder PS3 tun sich da erhebliche Unterschiede auf. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Kompatibilität auf der XBOX360 am größten ist. So sind hier alle Guitar Hero Instrumente auch mit Rock Band kompatibel, die Rock Band Instrumente jedoch nicht mit Guitar Hero Teilen vor “Guitar Hero: World Tour”. Guitar Hero Instrumente sind hier also die erste Wahl. Auf der PS3 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, nur, dass das “World Tour”-Schlagzeug nicht (!) mit Rock Band 1 kompatibel ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn es ist in Rock Band 2 möglich die Titel des ersten Teils gegen eine kleine Gebühr zu importieren. Will man das nicht, braucht man für Rock Band 1 auch das Rock Band-Schlagzeug. Hier fällt die wahl also ebenso leicht, wie bei der XBOX360.

Auf der Wii jedoch wird es kompliziert. Grundsätzlich funktionieren Rock Band Instrumente erst ab “Guitar Hero 5″ und Guitar Hero Instrumente erst ab Rock Band 2.
Hier kann man sich bei rock Band 2 auch nicht mit einem Song-Import aus Rock Band 1 behelfen, denn diese Möglichkeit steht nicht zur Verfügung. Die höchste Kompatibilität bieten jedoch nach wie vor die Guitar Hero Instrumente, weshalb man damit auf jeden Fall liebäugeln sollte. Will man aber später obendrein Rock Band 1 spielen, kommt man um die Rock Band Instrumente nicht herum. Vorerst sollte man sich hier also für eine Spielereihe entscheiden und nach gewissen Kriterien vorgehen. Da im November neue Guitar Hero-Instrumente erscheinen und zumindest das Schlagzeug zuerst für die Wii erscheint, sollte man sich ernsthaft überlegen diese paar Wochen zu warten. Eine gesonderte Kompatibilitätsliste werde ich in den folgenden Tagen erstellen, damit man innerhalb kürzester Zeit einen Überblick gewinnen kann.

Wofür soll ich mich nun aber entscheiden?

Wie ich eingangs schon schrieb, ist das vom persönlichen Geschmack abhängig. Um euch aber ein wenig zu unterstützen, liste ich verschiedene Kriterien auf, nach denen ich vorgegangen bin. Mittlerweile besitze ich beide Reihen, habe aber mit “Guitar Hero III – Legends of Rock” begonnen.

Guitar Hero Gitarre: Les Paul: Diese Gitarre hat bisher alle nachfolgenden Modelle in den Schatten gestellt. Sie ist zwar nicht besonders schön, hat aber solite Druckpunkte, einen angenehmen Anschlagwiderstand und ist nahezu unkaputtbar. Grundsätzlich ist diese Gitarre sehr hochwertig verarbeitet. Probleme sind mir bis dahin nie untergekommen. Aufgrund des exzessiven Spielens habe ich bereits die zweite am Wickel, welche mich ebenso zufrieden stimmt.


Guitar Hero World Tour Gitarre: Genericoaster: Diese Gitarre ist der Fender Stratocoaster nachempfunden und sieht demnach auch extrem schick aus. Mehr positives kann ich über diese Gitarre aber kaum verlieren. Das Tremolo sitzt extrem lose und verabschiedet sich während des Spielens immer wieder außer Reichtweite. Der Anschlagschalter bietet kaum Widerstand, was nicht weiter schlimm wäre. Da aber extrem minderwertige Elektronik verbaut wurde, hat sich diese bei mir schon nach wenigen Tagen verabschiedet. Außerdem war der Anschlg weitaus weniger präzige als bei der Les Paul. Hinzu kommt, dass der Schalter zum qietschen neigt, was einem nach längerem Spielen schon ziemlich auf die Nerven gehen kann. Ist man aber ein wenig handwerklich und elektronisch begabt, so kann man neue Schlater in die Elektronik einlöten, das Tremolo befestigen und hat damit ein ebenso zuverlässiges wie robustes Instrument wie mit der Les Paul.

Rock Band Gitarre: Stratocoaster: Auch hier handelt es sich um eine Stratocoaster. Sie ist schwerer als die Guitar Hero Gitarren und ist extrem sauber verarbeitet. Der Anschlagschalter macht keine Klickgeräusche, was anfangs gewöhnungsbedürftig aber nicht nachteilig zu werten ist. Leider ist der Anschlag reichlich unpräzise, weshalb noch immer die Les Paul vor zu ziehen ist. Dennoch handelt es sich hier um ein solides Plastikinstrument, wo wenig Probleme bekannt sind.

Rock Band 2 Gitarre: Stratocoaster 2: Hier gilt das selbe wie zur RB1 Gitarre, nur das diese etwas präziser ist.

Rock Band + Guitar Hero Mikrofon: Einfaches USB Mikrofon, jedes andere tuts auch.

Guitar Hero Schlagzeug: Anfangs, auf Grund von diversen Hardwareproblemen eine reinste Katastrophe. Mittlerweile funktionieren die ausgelieferten Schlagzeuge recht gut. Eine Kaufempfehlung kann ich trotzdem nicht geben, da das Ding der reinste Plastikbomber ist, der gerne von Haarrissen und gebrochenen Lötstellen geplagt wird. Seit ich das Gehäuse verstärkt und sämtliche Sensoren gegen hochwertigere ausgetauscht habe, funktioniert das Schlagzeug wie eine 1. Diesen Stress will sich aber kaum einer geben. Trotz allem, ist das Schlagzeug die einzige Möglichkeit Guitar Hero mit 5 Noten + Basspedal zu spielen. Beim Rock Band Schlagzeug sind es nur 4 Noten plus Basspedal. Weiterhin ist der Aufbau weitaus “realer” als das Rock Band Pendant.

Rock Band Schlagzeug: Anfangs bestanden auch hier ein paar elektronische
Probleme. Heutige Auslieferungen jedoch funktionieren einwandfrei. Leider ist das Schlagzeug extrem laut und ziemlich realitätsfern. Aufgrund der 4 Felder + Basspedal auch keine wirkliche alternative für Guitar Hero Spieler. Spielt man aber ausschließlich Rock Band, würde ich dieses Schlagzeug vorziehen.

Um eines der Spiele spielen zu können braucht ihr mind. 1 Plastikinstrument. Ohne Instrument ist keines der Spiele spielbar. Ich schlage für den Anfang entweder vor, sich ein komplettes Instrumentenpaket bestehend aus Gitarre, Schlagzeug, Mikrofon, oder aber sich eine Gitarre zuzulegen. Ihr habt zwar nun ein Instrument ins Auge gefasst, wisst aber immer noch nicht für welches Spiel ihr euch entscheiden sollt. Natürlich wäre es einfach, gleich zum neuesten zu greifen, was zwar Sinn macht, man sich dann aber immer noch zwischen “Guitar Hero 5″ und “Rock Band 2″ entscheiden muss.

Als erstes müsst ihr euch die Frage beantworten, wieviel wert ihr auf Erweiterbarkeit legt? Wollt ihr zusätzlich Songs runterladen und ins Spiel integrieren oder kauft ihr jedes kleinste bisschen lieber als extra Datenträger. Wenn ihr euer bestehendes Spiel konstant in Form von Downloadinhalten erweitern wollt, dann solltet ihr tunlichst zu “Rock Band 2″ greifen, denn der Umfang des Downloadarchives ist gewaltig. Ganz billig wird der Spaß jedoch nicht, denn pro Song werden umgerechnet ca. 2 EUR fällig. Dafür habt ihr aber den Vorteil, dass ihr euch die Rosinen aus dem bestehenden Archiv herauspicken könnt. Wer aber lieber neue Datenträger kauft, ist bei Guitar Hero besser aufgehoben, denn hier gibt es eine Menge Sinn-Offs in Form von Guitar Hero: Metallica, Guitar Hero: Smash/Greatest Hits oder auch in Zukunft Guitar Hero: Van Halen. Ihr müsst dann aber auch in Kauf nehmen, dass ihr keine freie Auswahl über die songs habt sondern das nehmen müsst, was auf den Datenträgern verfügbar ist. Inhalte zum herunterladen gibt es in Guitar Hero zwar auch, aber das Archiv ist bei weitem nicht so umfangreich wie die Bibliothek von Rock Band. Ansonsten müsst ihr anhand der Tracklist der einzelnen Spiele entscheiden, welches euch am ehesten zusagt.

Spielerisch geben sich beide Reihen nicht viel, wobei man anmerken sollte, dass, meiner Meinung nach, Rock Band deutlich leichter als Guitar Hero ist. Braucht man nur ein Spiel wo die Gitarre unterstützt wird, dann sollte wohl Guitar Hero III – Legends of Rock die erste Wahl sein, denn die Tracklist ist deutlich rockiger als in den folgenden Teilen. Leider ist gerade Guitar Hero III auf “Profi” extrem schwer und lediglich Guitar Hero: Metallica weist einen ähnlichen Schwierigkeitgrad auf. So steht man nach wie vor vor einer sehr schweren Entscheidung. Meine Empfehlung wäre, dass ihr mit Rock Band 2 beginnt, denn gemessen am Umfang hat dieser Titel am Meisten zu bieten.

Egal wofür ihr euch entscheidet, so werden für ein komplettes Instrumentenpaket plus Spiel um die 200 EUR fällig. Entscheidet ihr euch für die rock Band Instrumente, kommt ihr derzeit deutlich billger weg, denn das Instrumentenpaket ist derzeit bei Amazon für ca. 45 EUR zu haben plus Spiel landet ihr bei ca. 100 EUR. Ähnlich gestaltet sich das auch auf der Wii, nur dass ihr hier Amazon vermeiden solltet und lieber auf buecher.de zurückgreifen solltet, denn hier ist das Instrumentenpack für ca. 50 EUR anstatt von 140 EUR zu haben. Für ein Instrumentenpaket für Guitar Hero werden ca. 180 EUR fällig. Ihr seht also, es wird eine teure Anschaffung, ich jedoch habe bereits weitaus mehr ausgegeben und KEINEN Cent bereut.

Dort stehen sie, schreddern auf ihren Gitarren, malträtieren das Schlagzeug und üben einen Gesang aus, den man in der Poplandschaft wohl kaum zu hören bekommt: “Rockmusiker”. Ich denke, dass viele, die sich schon früh der rockigeren Art der Musik verschrieben haben, gerne einmal selbst auf der Bühne stehen würden. Mangels musikalischer Kenntnisse blieb das wohl aber immer ein Wunschtraum. Doch der Traum bleibt… was wäre, wenn man sich für einige Minuten wie Kurt Cobain, Shirley Manson, Campino oder auch James Hetfield fühlen könnte. Für viele ging dieser Traum in Form von “Guitar Hero” in Erfüllung. Andere, wie ich, stellten sich lange Zeit die Frage: “Wie kann man sich nur so lächerlich machen?!”. Doch gab es im Jahre 2008 ein Ereignis, dass alles verändern sollte.

Die Geburtsstunde eines Plastikschrammlers

Guitar Hero III - Legends of RockIch denke, dass wir uns alle an das miese Frühjahr 2008 erinnern, verregnete Nachmittage, kalte Nächte, also kein Wetter, dass einem wirklich stimmungsvolle Hochkultur versprach. Eines Abends, im Mai, kam ein Kumpel ganz begeistert bei mir an. Im Gepäck trug er seine Wii-Mote, sein neues Spiel und etwas, dass für mich, mit viel Kompromissbereitschaft, aussah wie eine Gitarre. Zugegeben, sie war kleiner, aus Plastik, hatte 5 Knöpfe statt Saiten und einen Klickschalter, der einen Saitenanschlag simulieren soll. Hinzu kommt die Aussparung für die Wii-Mote, ein Analogstick und ein paar weitere Tasten samt einem Tremolo. Denkt man sich diese Ungereimtheiten weg, so sieht sie tatsächlich wie eine “Gibson Les Paul” im Miniaturformat aus. Seine Begeisterungsstürme waren kaum zu bremsen und ich kam nicht umhin mir zu denken: “Verdammt, noch so ein Trottel!”. Aber ok, wenn wir den ganzen Spaß schoneinmal da haben, dann muss es ja auch gespielt werden, also alles zusammengeschustert, Spiel in die Wii [es handelt sich hierbei um "Guitar Hero III - Legends of Rock"] und ich hab ihn erstmal machen lassen. Bis dahin habe ich ein solches Spiel noch nie in Aktion gesehen. Es sah alles so höllisch einfach aus, was auch verständlich war, denn der gewählte Schwierigkeitsgrad trug den trächtigen Namen “Leicht”. Nach 1-2 Stunden hat mich die Neugier dann doch gepackt und ich wollte das Spiel wenigstens ausprobieren. Gedacht, aufgefordert und getan, worauf ich mich extrem blamiert habe, denn ich war kaum in der Lage die “Noten” zu treffen. Aber, so unvorstellbar es auch schien, es machte höllischen Spaß. Ganz genau, ich konnte kaum genug davon bekommen. Ich schrabbelte in gähnend langsamer Geschwindigkeit vor mich hin, lernte meine Finger der linken Hand unabhägig von der Bewegung der rechten Hand zu kontrollieren und hatte einen Heidenspaß. Das Resultat war, dass ich mir, wenige Tage später, das Spiel für viel Geld ebenfalls im MediaMarkt gekauft habe. Nun stand meinem Geshrammel nichts mehr im Wege. Über Wochen hinweg arbeitete ich mich vom leichten Schwierigkeitsgrad auf den Mittleren hoch, wo es dann für mich erheblich schwerer wurde, denn ich musste plötzlich einen vierten Finger nutzen. So verweilte ich dort auch Wochen, bis ich mich an “Schwer” machte: “Vier Finger und die linke Hand auf dem Griffbrett hin und her rutschen!”. Wenn es eine Hölle gab, dann war ich sicher mich bereits auf den Stufen hinunter zu bewegen. Sehnenscheidenentzündungen und andere schmerzen, die sich bis ins Schultergelenk hochzogen waren die Folge, aber hey: “Ein Song geht noch!”. Das ist übrigens ein Effekt, denn ich ich liebevoll als “Einer geht noch, dann ist aber Schluss!”-Effekt bezeichne. 6-7 Songs später ist dann auch wirklich Schluss, aber nur, bis die Schmerzen nachlassen, dann geht wieder was. Seitdem hat mich das “Plastikfeuer” derart gepackt, dass ich auch heute nich genug davon bekommen kann. Ich hätte nie gedacht, dass ein derart simples Spielprinzip [dazu gleich mehr] einen über Monate hinweg fesseln kann, wo doch weitaus komplexere Spiele nach wenigen Tagen in der Ecke landen. Über die Monate hinweg sollte alles noch besser kommen, aber das wird Teil eines weiteren Artikels.

Das Spielprinzip: Simpel aber genial

Das Prinzip ist einfach. Auf einem fahrenden Notenbrett, genannt “Highway” fliegen einem verschiedenfarbige Objekte entgegen. Ziel der Sache ist die Objekte zu treffen. Fliegt einem eine grüne Note entgegen, so drückt man auf der Plastikgitarre den grünen Knopf und betätigt im richtigen Moment den Anschlagschalter. Das ist vom Prinzip her schon alles, worauf dieses Spiel aufbaut. Da dies aber letztendlich zu wenig ist, werden auch Akkorde simuliert, bei denen man zwei oder mehr Tasten gleichzeitig drückt und den Anschlagschalter betätigen muss. Dazu kommen noch lang gezogene Noten, bei denen man die entsprechende Grifftaste nach dem Anschlag gedrückt halten muss. Hierbei kommt dann das Tremolo zum Einsatz, welches man auf und ab bewegen kann um den Ton zu verzerren.

Notenhighway

Notenhighway

Als weiteres Elemenent dienen Hammer-Ons und Pull-Offs, kurz “Ho-Po’s”, welche hell leuchten. Hier muss man die erste Note anschlagen und dann folgt man den Tönen nur mit den Grifftasten in den entsprechenden Farben. Dies klingt zunächst viel leichter, als es wirklich ist. Alternativ kann man natürlich alle Ho-Po’s anschlagen und so weiterspielen, was für den Anfänger sicherlich leichter erscheint. Spätestens ab “Schwer” erweist sich das als nahezu unmöglich. Zu guter letzt gibt es noch die Starpower, was eine Notenserie ist, in der die Noten Starnförmig auf einen zufliegen. Um Starpower zu erlangen muss man die gesamte Notenserie fehlerfrei spielen. Hat man einmal genügend Starpower gesammelt, so muss man entweder eine entsprechende Taste auf dem Gitarrenkorpus drücken, oder aber, wie ein echter Rocker, die Gitarre in eine senkrechte Stellung bewegen, um sie zu aktivieren. Bei aktivierter Starpower werden die zu sammelnden Punkte verdoppelt. Ziel des ganzen ist es, einen Songe von Anfang bis Ende durch zu spielen, ohne von dem Publikum von der Bühne verbannt zu werden. Das sog. “Rockmeter” gibt Aufschluss darüber, wie gut oder schlecht man in dem entsprechenden Song performt. Spielt man die Noten richtig, so steigt das Rockmeter und spielt man die Noten falsch so fällt das Rockmeter bis in den unteren roten Bereich. Hat man diesen erreicht, wird das Spiel abgebrochen und man hat verloren. Ziel ist es also auch, das Rockmeter möglichst hoch zu halten. Hat man einen Song nun beendet, erfolgt die Schlussbewertung von drei bis fünf Sternen. Für Leute, die absolut fehlerfrei spielen, gibt es noch den Bonus von fünf goldenen Sternen. Im Laufe des Spiel werden die Songs natürlich immer schwerer was vom Grundsatz her heißt, dass man immer mehr Noten in den songs vorfindet. Mehr gibt es zum Spielprinzip eigentlich nicht zu sagen, denn das ist ALLES. Die späteren Teile variieren dieses Prinzip etwas, aber vom Grundsatz her bleibt alles gleich.

Plastikgeschrammel für Möchtegern-Rocker

Neben Filmen hat sich vor ca. 2 Jahren eine weitere Leidenschaft bei mir ausgeprägt. Es handelt sich hierbei um das Spielen von Musik mit Plastikinstrumenten, kurz “Guitar Hero” bzw. “Rock Band”. Diese Leidenschaft möchte ich nutzen um mein Blog um einen weiteren Bereich zu zu erweitern. So werdet ihr in Zukunft auch Geschichten, Rezensionen, Neuigkeiten, usw. rund um die Welt der Plastikinstrumente lesen können.

Für viele mag es da kaum Material für entsprechende Artikel geben, doch ich kann euch versichern, dass bei der Fülle an Titeln:

  • Guitar Hero
  • Guitar Hero II
  • Guitar Hero Rocks the 80′s
  • Guitar Hero III – Legends of Rock
  • Guitar Hero – Aerosmith
  • Rock Band
  • Rock Band – Track Pack 1
  • Rock Band – Track Pack 2
  • Guitar Hero World Tour
  • Rock Band – AC/DC Track Pack
  • Rock Band – Metal Track Pack
  • Guitar Hero – Metallica
  • Guitar Hero – Smash/Greatest Hits
  • Rock Band 2
  • Guitar Hero 5
  • Rock Band – The Beatles

genügend Material zur Verfügung steht. Ich bin mir momentan nichteinmal sicher, ob ich nicht irgendeinen Titel vergessen habe. Weiter kommen Unmengen an Plastikinstrumenten hinzu, die sich alle mehr oder weniger unterscheiden. Weiterhin weisen viele Titel in ihren unterschiedlichen Kosolenfassungen Unterschiede auf, die mal mehr oder weniger drastisch ausfallen. Aufgrund diverser Probleme mit der Hardware bleibt auch Raum für entsprechende Umbau und Reparaturanleitungen und und und…

Für mich bietet sich hier das Potential ausgiebig über ein weiteres Hobby zu schreiben und meinem Anspruch, einen persönlichen Multimediablog zu führen, gerecht zu werden. Ich hoffe, ihr findet Gefallen daran, was euch in Zukunft erwartet.

Von Unlust, Stress und anderen Mythen

Ihr werdet die letzten drei Wochen festgestellt haben, dass man, bis auf wenige Kommentare in anderen Blogs, nichts von mir gehört hat. Weder hier, noch bei Twitter war ich aktiv. Zum einen hatte das private Gründe, denn ich musste mich ersteinmal aus meinem Internetleben zurückziehen, da es mir alles etwas viel wurde. Es gab so viele Dinge zu erledigen, wo mir einfach die Lust fehlte, überhaupt einen Gedanken an das Netz und meinen Blog zu verschwenden. “Verschwenden” ist hierbei zwar nicht das richtige Wort, aber ein besseres fällt mir auch gerade nicht ein ;-) .

Ich möchte auch gar nicht großartig lamentieren, wieso ich keine Lust hatte, sondern nur ein paar Worte darüber verlieren, wie es zu sowas kommen kann? Jeder kennt wohl die Momente im Leben, in denen einem alles auf den Kopf fällt. Man möchte jeder Tätigkeit die gleiche Priorität schenken und stellt dann ernüchternd fest, dass der Tag leider nur 24 Stunden hat. So fängt man an, die extrem wichtigen Dinge [wobei das subjektiv sein kann] nach oben zu stellen und die weniger wichtigen Dinge nach unten oder ganz zu verbannen. Möchte z.B. die Freundin mehr Aufmerksamkeit, so dürfte dies ein Punkt ziemlich weit oben auf der Liste sein. Sollte das eigene Auto mal wieder gewaschen werden müssen, so ist der Punkt wohl recht weit unten auf der Liste zu sehen. So erstellt man sich unbewusst eine Liste, auf der Unmengen einfach so verschwinden. Doch was kann man dagegen tun? Wie kann man aktives Selbstmanagement betreiben, so dass möglichst wenig vernachlässigt wird?

Für mich hat sich ein Tagesplan bewährt, in dem auch die Freizeit fest geregelt ist. Das kostet anfangs zwar starke Überwindung und es dauert auch eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat. Man vermeidet damit aber wichtige Dinge zu lange auf zu schieben. Ärgerlich sind dann Dinge, die unvorhergesehen dazwischen kommen, aber auch das ist mit ein wenig Selbstdisziplin machbar. So schiebe ich, mittlerweile, unvorhergesehene Dinge an die entsprechende Position meines Tagesplanes und erstelle den Rest neu. Meist geht das zu Lasten der Freizeit, aber meist nur geringfügig. Man wundert sich stellenweise, wieviel man an einem Tag erledigen kann, wenn er halbwegs durchgeplant ist und man trotzdem noch auf seine acht Stunden Schlaf kommt. Wer natürlich gerne elf Stunden schläft, sollte sich Gedanken darüber machen, ob das wirklich nötig ist, oder ob er/sie gut mit weniger Schlaf auskommt, denn jede Minute, die man länger als nötig im Bett verbringt fehlt einem am Tag. Am Wochenende jedoch sieht das meist für mich anders aus. Da möchte ich mit wenig Planung in den Tag hineinleben und mir um möglichst wenig Dinge Gedanken machen, denn das Wochenende soll für mich Wochenende sein. Ich möchte entspannen und den Alltag fliegen lassen, schließlich geht er früh genug wieder los. Was man dabei aber nicht vergessen sollte, ist dass wirklich wichtige Dinge trotzdem erledigt sein müssen, damit man relativ unbeschwert die neue Woche beginnen kann.

Doch was macht man, wenn die Motivation im Keller ist? Bei Hobbys ist es ganz klar, diese lässt man liegen… Ein Hobby soll schließlich Spaß machen und nicht zum Zwang ausarten, nur weil es gerade so geplant war. Alles andere, was nicht unbedingt dem persönlichen Vergnügen gilt, muss erledigt werden, ob man will oder nicht! Dafür sollte man dann auch die nötige Selbstdisziplin aufbringen und sich zu weniger schönen Dingen zwingen. Wie man das tut, ist wahrscheinlich individuell verschieden. In meinem Falle reicht es sich einfach zu überwinden und an zu fangen, der Rest kommt von selbst, denn begonnene Arbeit lasse ich ungern liegen. Wie das bei euch sein könnte, kann ich nicht beurteilen, ich könnte mir aber vorstellen, dass es ähnlich aussehen könnte.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte darüber los werden, warum ich nichteinmal eine kleine Abmeldung geschrieben habe. Anfangs dachte ich, dass meine Auszeit nicht allzu lange dauert, weshalb ich es nicht als nötig angesehen habe, für 2-3 Tage eine Abmeldung zu schreiben. Aus diesen 2-3 Tagen wurde jedoch recht schnell eine Woche. Nach dieser Woche dachte ich mir sinngemäß: “Naja, nun weiß eh jeder, dass sich hier momentan nix tut, da hilft eine Abmeldung auch nicht mehr!”. Das mag ein Irrglaube gewesen sein, aber manchmal denke ich nicht weiter als von zwölf bis Mittag, von daher bitte ich meine Kurzsicht zu entschuldigen. Für die Zukunft habe ich bereits viele neue Artikel für mein Filmtagebuch angesetzt, aber auch die eine oder andere größere Rezension steht auf dem Plan. Still soll es hier die nächste Zeit nämlich nicht wieder werden.

Rammstein: Einmal Porno, bitte!

Da wurde gestern das neue Musikvideo von Rammstein veröffentlicht und kaum einer hätte vermutet, was einen da erwartet. Zugegeben, dass das Video auf einer Porno Plattform released wurde, regte schon vorher zu Spekulationen an. Was mir dann aber geboten wurde, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Beim musikalischen angefangen, wird nicht viel Neues geboten. Ehrlichgesagt, finde ich den Song sogar ziemlich schlecht. Das Video beginnt relativ harmlos mit nackter Haut und artet zum Ende hin einen Hardcore-Porno aus. Damit dürfte auch klar sein, dass diese Fassung auf keinem der bekannten Musiksender zu sehen sein wird. Mir stellt sich nur die Frage, ob eine derart bekannte Band, wie Rammstein, es wirklich nötig hat so provozieren zu müssen, denn weder in dem Sond noch in dem Video sehe ich entsprechenden Tiefgang.

Für Diskussionsstoff sorgt das Video aber allemal. Wer also einen Blick riskieren will, der findet den Link zu “Pussy” auf der offiziellen Homepage der Band.

Wie man heute auf schnittberichte.com lesen konnte, gibt es nun neue Informationen zur Veröffentlichung des neuen Terminators. So wird von “Terminator – Die Erlösung” einmal die Kinofassung und einmal der Director’s Cut veröffentlicht. Wer den Director’s Cut besitzen will, der muss zukünftig zur BluRay-Disk greifen, denn eine Veröffentlichung auf DVD ist nicht geplant. DVD-Fans hingegen müssen sich mit der Kinofassung begnügen.


Da die Veröffentlich von Sony selbst stammt, ist das wenig verwunderlich, aber dennoch ärgerlich. Hier wird versucht mit aller Kraft ein neues Medium zu etablieren, welches die Massentauglichkeit noch nicht erreicht hat. Langsam erhalten zwar auch BD-Player beim Discounter Einzug, aber diese bewegen sich nicht in dem Preissegment, wie die breite Masse es gerne hätte. Auch das Preisniveau der BD selbst hat die Massentauglichkeit noch nicht erreicht, so kosten viele BDs immer noch um die 20 EUR, was für den typischen MediaMarkt-Kunden einfach zuviel ist. Natürlich gibt es immer wieder Aktionen in denen die Medien für 10 EUR bis 15 EUR rausgefeuert werden, was einerseits lobenswert ist, aber andererseits auch unterstreicht, dass sich die Medien zum herkömmlichen Preis nur gering absetzen lassen. Ein weiteres Problem sind die vorhandenen TV-Geräte. Wenn man sich einen HDTV zulegt, so dürfte die gängige Größe derzeit bei 32″ liegen, denn gerade diese Geräte sind in Preisregionen von knapp 300 EUR bis 350 EUR erhältlich. Einen wirklichen Mehrwert für hochauflösende Medien bieten diese Geräte aber nicht, so ist der Unterschied zwischen 576p [DVD] und 720p [niedrigste BD Auflösung] nur gering sichtbar. Der Unterschied zwischen 720p und 1080p fällt auf einem 32″ Gerät gar nicht mehr auf, was auch in der geringen Diagonale begründet liegt. Auch hat der Discounter-Kunde nicht unbedingt eine komplette Heimkinoanlange zuhause stehen, weshalb er seine Filme einfach in Stereo schaut. Von den HD-Tonformaten bekommt er somit wenig mit.

Nun stehen die Produktionefirmen aber vor einem Problem, nämlich dem, dass sie der breiten Masse begreiflich machen müssen, wieviel besser die BD gegenüber der
DVD ist. Dass sie technisch besser ist, dürfte wohl niemand abstreiten, der Mehrwert jedoch erschließt sich dem Konsumenten eher selten. Wie auch? Der Sprung von DVD zu BD ist weitaus kleiner als damals von VHS zu DVD. Selbst damals war es schwer den Kunden zu überzeugen, warum er seine VHS hätte aufgeben sollte. Ich kenne heute noch Leute, die einen VHS-Recorder zuhause stehen haben, weil man ja nur damit aufnehmen könne, die Entwicklung von DVD und Festplattenrecodern ist an ihnen vollkommen vorbeigegangen. Erst als die VHS aus den Ladenregalen verschwand, stiegen die Leute auf DVD um. Auf dem PC-Sektor dauerte es sogar noch eine ganze Weile länger, bis die typische CD-ROM ausgedient hatte und die DVD genutzt wurde. Man konnte noch nichteinmal die Speicherkapazität dafür verantwortlich machen, denn da wäre ein Speichermedium wie die DVD schon 1996 von Nutzen gewesen, wenn man an all die 4-6 CD-ROM Brecher denkt.

Enthusiasten hingegen fordern jetzt schon die Verbannung der DVD aus den Ladenregalen und spielen den großen Firmen somit in die Hände, dabei wird vergessen, dass die DVD alles andere als tot ist und auch nicht künstlich am Leben erhalten wird. Noch immer kann man sagen, dass die DVD das Massenmedium der heutigen Zeit ist und so lange der Marktanteil der BD nicht merklich in die Höhe steigt, so wird die DVD ihren Thron verteidigen. Die BD hat den Kampf gegen die HD-DVD zwar gewonnen, aber bis sie sich wirklich etabliert hat, wird noch einige Zeit vergehen. Den Kunden indirekt zu zwingen eine BD anstatt der DVD zu kaufen, wird noch nicht funktionieren, eher übt sich der Kunde in Verzicht oder beschafft sich den film illegal. Das ist aber sicherlich nicht der Effekt, den die Produktionsfirmen sich wünschen. Das Blatt könnte sich erst dann wenden, wenn Abspielgeräte unter 100 EUR fallen und die Kunden LCDs jenseits der 100cm ihr eigen nennen. So lange eine derartige Kombo aber noch knappe 800 EUR kostet, wird das wohl weniger der Fall sein.

Zwangsneurosen, Sammelleidenschaft und die Qual der Wahl

DVDJeder Mensch hat irgendein Hobby, dem er oder sie nachgeht. Aber egal um welches Hobby es sich dreht, sie haben allesamt eines gemeinsam, denn sie kosten Geld und davon nicht immer wenig. Natürlich kostet das eine Hobby mal mehr oder mal weniger als das andere, dennoch ist diese Gemeinsamkeit unabdingbar. Damit wären wir auch schon bei meinem Hobby: “Das Sammeln von DVDs.”. Derzeit zählt meine Sammlung ca. 870 dieser Silberscheiben. Das mag für den einen unverhältnismäßig viel sein, aber ich kann euch versichern, dass ich unter dem ein oder anderen Bekannten, von mir, verdammt wenige besitze.

Doch woher kommt dieses Hobby? Angefangen hat das bei mir alles im Jahre 2001, als ich mir meinen ersten DVD-Player kaufte. Damals ging es mir nur darum verschiedene Filme in anständiger Qualität zu besitzen. Meine kleine VHS-Sammlung [ca. 40 Bänder] hatte damals ausgedient und wanderte in ein großes Online-Auktionshaus. 2001 war auch die Zeit, an dem die DVD massentauglich wurde. Man bekam die ersten DVD-Player für unter 150 EUR und auch DVDs bewegten sich in Preisregionen von 20 EUR bis 25 EUR, was schon relativ günstig war. Natürlich ist das kein Vergleich zu heute, wo lediglich neue DVDs diese Preisregionen erreichen. Ich brauchte mir damals auch noch keine großartigen Gedanken um Sondereditionen machen, im Gegenteil, jede DVD sah gleich aus: Amaray Case, Inlay, DVD und Booklet. Es dauerte aber nicht lange, da erhielten auch Sonderverpackungen auf dem DVD Sektor Einzug in die Ladenregale. Damit wars dann geschafft, ich fing an diesen Editionen hinterher zu laufen, informierte mich darüber, welche Sondereditionen es gab und hatte einen absoluten Narren an DigiPaks, Steelbooks, MetalPacks, Metallboxen, Tin-Cases, etc. gefressen. Das ging sogar so weit, dass ich bis heute z.B. drei Editionen von “Species” im Regal stehen habe, die Amaray-Erstauflagen, die Gold-Edition [Doppel-Amaray im Pappschuber] und die Century³ Cinedition im DigiPak. Das liegt nicht zuletzt daran, dass diese Editionen nach und nach auf den Markt kamen und eine schöner war als die andere.

Mittlerweile sind aber von einigen Filmen so viele Editionen auf dem Markt, dass man ernsthaft vor der Frage steht, welche man nun wirklich nehmen soll. Jede Edition hat meist ihre Vorzüge, weshalb dann das Bonusmaterial entscheidet. Je mehr, desto besser. Ohnehin ist das Bonusmaterial eines Films unheimlich wichtig und nicht selten ein Grund für mich verschiedene Editionen, nur aufgrund des Bonusmaterials zu kaufen. Es ist wie ein bodenloses Loch, denn man kann als Sammler nie genug bekommen. So sind Grabbeltische immer wieder toll, wenn ich sie sehe… DVDs für 1 EUR bis 2 EUR pro Stück. Da ist es garnicht mehr so wichtig, ob der Film wirklich gut ist, da geht es nur noch um den Besitz. Die alten Godzilla-Teile sind dafür ein Paradebeispiel. Gut sind diese Filme sicherlich nicht, aber ein Trashfan muss sie einfach im regal stehen haben. Ähnlich sieht es mit der “Red-Edition” von Laser Paradise aus, auch diese muss einfach ins Regal, zumindest als Trashfan.

Sind dann irgendwann einmal die Regale gefüllt, dann macht der geneigte Sammler sich keine Gedanken darum, wovon er sich trennen könnte. Nein, er braucht schlicht und ergreifend mehr Platz, also wird wahrscheinlich das nächste Regal gekauft oder eine größere Wohnung angemietet. Wie man unschwer erkennen kann, sind Sammler schon ein komisches Volk, aber dieses Hobby macht einfach zu viel Spaß. Manche motzen ihre Auto auf, ich sammle Filme… einen Unterschied gibts nicht wirklich, denn Hobbylose Menschen empfinden beides als Schwachsinn.

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