Ihr werdet die letzten drei Wochen festgestellt haben, dass man, bis auf wenige Kommentare in anderen Blogs, nichts von mir gehört hat. Weder hier, noch bei Twitter war ich aktiv. Zum einen hatte das private Gründe, denn ich musste mich ersteinmal aus meinem Internetleben zurückziehen, da es mir alles etwas viel wurde. Es gab so viele Dinge zu erledigen, wo mir einfach die Lust fehlte, überhaupt einen Gedanken an das Netz und meinen Blog zu verschwenden. “Verschwenden” ist hierbei zwar nicht das richtige Wort, aber ein besseres fällt mir auch gerade nicht ein ;-) .

Ich möchte auch gar nicht großartig lamentieren, wieso ich keine Lust hatte, sondern nur ein paar Worte darüber verlieren, wie es zu sowas kommen kann? Jeder kennt wohl die Momente im Leben, in denen einem alles auf den Kopf fällt. Man möchte jeder Tätigkeit die gleiche Priorität schenken und stellt dann ernüchternd fest, dass der Tag leider nur 24 Stunden hat. So fängt man an, die extrem wichtigen Dinge [wobei das subjektiv sein kann] nach oben zu stellen und die weniger wichtigen Dinge nach unten oder ganz zu verbannen. Möchte z.B. die Freundin mehr Aufmerksamkeit, so dürfte dies ein Punkt ziemlich weit oben auf der Liste sein. Sollte das eigene Auto mal wieder gewaschen werden müssen, so ist der Punkt wohl recht weit unten auf der Liste zu sehen. So erstellt man sich unbewusst eine Liste, auf der Unmengen einfach so verschwinden. Doch was kann man dagegen tun? Wie kann man aktives Selbstmanagement betreiben, so dass möglichst wenig vernachlässigt wird?

Für mich hat sich ein Tagesplan bewährt, in dem auch die Freizeit fest geregelt ist. Das kostet anfangs zwar starke Überwindung und es dauert auch eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat. Man vermeidet damit aber wichtige Dinge zu lange auf zu schieben. Ärgerlich sind dann Dinge, die unvorhergesehen dazwischen kommen, aber auch das ist mit ein wenig Selbstdisziplin machbar. So schiebe ich, mittlerweile, unvorhergesehene Dinge an die entsprechende Position meines Tagesplanes und erstelle den Rest neu. Meist geht das zu Lasten der Freizeit, aber meist nur geringfügig. Man wundert sich stellenweise, wieviel man an einem Tag erledigen kann, wenn er halbwegs durchgeplant ist und man trotzdem noch auf seine acht Stunden Schlaf kommt. Wer natürlich gerne elf Stunden schläft, sollte sich Gedanken darüber machen, ob das wirklich nötig ist, oder ob er/sie gut mit weniger Schlaf auskommt, denn jede Minute, die man länger als nötig im Bett verbringt fehlt einem am Tag. Am Wochenende jedoch sieht das meist für mich anders aus. Da möchte ich mit wenig Planung in den Tag hineinleben und mir um möglichst wenig Dinge Gedanken machen, denn das Wochenende soll für mich Wochenende sein. Ich möchte entspannen und den Alltag fliegen lassen, schließlich geht er früh genug wieder los. Was man dabei aber nicht vergessen sollte, ist dass wirklich wichtige Dinge trotzdem erledigt sein müssen, damit man relativ unbeschwert die neue Woche beginnen kann.

Doch was macht man, wenn die Motivation im Keller ist? Bei Hobbys ist es ganz klar, diese lässt man liegen… Ein Hobby soll schließlich Spaß machen und nicht zum Zwang ausarten, nur weil es gerade so geplant war. Alles andere, was nicht unbedingt dem persönlichen Vergnügen gilt, muss erledigt werden, ob man will oder nicht! Dafür sollte man dann auch die nötige Selbstdisziplin aufbringen und sich zu weniger schönen Dingen zwingen. Wie man das tut, ist wahrscheinlich individuell verschieden. In meinem Falle reicht es sich einfach zu überwinden und an zu fangen, der Rest kommt von selbst, denn begonnene Arbeit lasse ich ungern liegen. Wie das bei euch sein könnte, kann ich nicht beurteilen, ich könnte mir aber vorstellen, dass es ähnlich aussehen könnte.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte darüber los werden, warum ich nichteinmal eine kleine Abmeldung geschrieben habe. Anfangs dachte ich, dass meine Auszeit nicht allzu lange dauert, weshalb ich es nicht als nötig angesehen habe, für 2-3 Tage eine Abmeldung zu schreiben. Aus diesen 2-3 Tagen wurde jedoch recht schnell eine Woche. Nach dieser Woche dachte ich mir sinngemäß: “Naja, nun weiß eh jeder, dass sich hier momentan nix tut, da hilft eine Abmeldung auch nicht mehr!”. Das mag ein Irrglaube gewesen sein, aber manchmal denke ich nicht weiter als von zwölf bis Mittag, von daher bitte ich meine Kurzsicht zu entschuldigen. Für die Zukunft habe ich bereits viele neue Artikel für mein Filmtagebuch angesetzt, aber auch die eine oder andere größere Rezension steht auf dem Plan. Still soll es hier die nächste Zeit nämlich nicht wieder werden.