Wie man heute auf schnittberichte.com lesen konnte, gibt es nun neue Informationen zur Veröffentlichung des neuen Terminators. So wird von “Terminator – Die Erlösung” einmal die Kinofassung und einmal der Director’s Cut veröffentlicht. Wer den Director’s Cut besitzen will, der muss zukünftig zur BluRay-Disk greifen, denn eine Veröffentlichung auf DVD ist nicht geplant. DVD-Fans hingegen müssen sich mit der Kinofassung begnügen.


Da die Veröffentlich von Sony selbst stammt, ist das wenig verwunderlich, aber dennoch ärgerlich. Hier wird versucht mit aller Kraft ein neues Medium zu etablieren, welches die Massentauglichkeit noch nicht erreicht hat. Langsam erhalten zwar auch BD-Player beim Discounter Einzug, aber diese bewegen sich nicht in dem Preissegment, wie die breite Masse es gerne hätte. Auch das Preisniveau der BD selbst hat die Massentauglichkeit noch nicht erreicht, so kosten viele BDs immer noch um die 20 EUR, was für den typischen MediaMarkt-Kunden einfach zuviel ist. Natürlich gibt es immer wieder Aktionen in denen die Medien für 10 EUR bis 15 EUR rausgefeuert werden, was einerseits lobenswert ist, aber andererseits auch unterstreicht, dass sich die Medien zum herkömmlichen Preis nur gering absetzen lassen. Ein weiteres Problem sind die vorhandenen TV-Geräte. Wenn man sich einen HDTV zulegt, so dürfte die gängige Größe derzeit bei 32″ liegen, denn gerade diese Geräte sind in Preisregionen von knapp 300 EUR bis 350 EUR erhältlich. Einen wirklichen Mehrwert für hochauflösende Medien bieten diese Geräte aber nicht, so ist der Unterschied zwischen 576p [DVD] und 720p [niedrigste BD Auflösung] nur gering sichtbar. Der Unterschied zwischen 720p und 1080p fällt auf einem 32″ Gerät gar nicht mehr auf, was auch in der geringen Diagonale begründet liegt. Auch hat der Discounter-Kunde nicht unbedingt eine komplette Heimkinoanlange zuhause stehen, weshalb er seine Filme einfach in Stereo schaut. Von den HD-Tonformaten bekommt er somit wenig mit.

Nun stehen die Produktionefirmen aber vor einem Problem, nämlich dem, dass sie der breiten Masse begreiflich machen müssen, wieviel besser die BD gegenüber der
DVD ist. Dass sie technisch besser ist, dürfte wohl niemand abstreiten, der Mehrwert jedoch erschließt sich dem Konsumenten eher selten. Wie auch? Der Sprung von DVD zu BD ist weitaus kleiner als damals von VHS zu DVD. Selbst damals war es schwer den Kunden zu überzeugen, warum er seine VHS hätte aufgeben sollte. Ich kenne heute noch Leute, die einen VHS-Recorder zuhause stehen haben, weil man ja nur damit aufnehmen könne, die Entwicklung von DVD und Festplattenrecodern ist an ihnen vollkommen vorbeigegangen. Erst als die VHS aus den Ladenregalen verschwand, stiegen die Leute auf DVD um. Auf dem PC-Sektor dauerte es sogar noch eine ganze Weile länger, bis die typische CD-ROM ausgedient hatte und die DVD genutzt wurde. Man konnte noch nichteinmal die Speicherkapazität dafür verantwortlich machen, denn da wäre ein Speichermedium wie die DVD schon 1996 von Nutzen gewesen, wenn man an all die 4-6 CD-ROM Brecher denkt.

Enthusiasten hingegen fordern jetzt schon die Verbannung der DVD aus den Ladenregalen und spielen den großen Firmen somit in die Hände, dabei wird vergessen, dass die DVD alles andere als tot ist und auch nicht künstlich am Leben erhalten wird. Noch immer kann man sagen, dass die DVD das Massenmedium der heutigen Zeit ist und so lange der Marktanteil der BD nicht merklich in die Höhe steigt, so wird die DVD ihren Thron verteidigen. Die BD hat den Kampf gegen die HD-DVD zwar gewonnen, aber bis sie sich wirklich etabliert hat, wird noch einige Zeit vergehen. Den Kunden indirekt zu zwingen eine BD anstatt der DVD zu kaufen, wird noch nicht funktionieren, eher übt sich der Kunde in Verzicht oder beschafft sich den film illegal. Das ist aber sicherlich nicht der Effekt, den die Produktionsfirmen sich wünschen. Das Blatt könnte sich erst dann wenden, wenn Abspielgeräte unter 100 EUR fallen und die Kunden LCDs jenseits der 100cm ihr eigen nennen. So lange eine derartige Kombo aber noch knappe 800 EUR kostet, wird das wohl weniger der Fall sein.