Filmtagebuch: Rocky Balboa [DVD]

Rocky Balboa
Kaum ein Filmfan wird an den Rocky-Filmen vorbeikommen und nicht wenigstens davon gehört haben. Die Filmreihe ist zwar durchwachsen, aber keinesfalls schlecht. Doch was ist mit dem sechsten Teil? Ist dieser ein würdiger Abschluss für diese Filmreihe? Ist Rockys Geschichte damit zuende erzählt und geht der Film in dem Einheitsbrei schlechter Fortsetzungen unter? Letzteres ist nicht der Fall. Die Handlung ist zeitgemäß und recht leicht erklärt: “Rocky Balboa ist alt geworden. Er betreibt ein kleines Restaurant, in dem er seinen Gästen von vergangen Boxtagen erzählt. Seine Frau Adrian ist mittlerweile gestorben und auch das Verhältnis zu seinem Sohn ist nicht das Beste, da dieser immer im Schatten seines großen Vaters steht. Ein simulierter Kampf zwischen Rocky Balboa und dem amtierenden Boxweltmeister Mason Dixon sagt vorraus, dass, bei einem Kampf, Rocky durch K.O. in der dreizehnten Runde siegen würde. Damit wurde Rockys Feuer neu entfacht und er will es ein letztes Mal wissen! Kann ein vergangener, gealteter Boxer gegen einen amtierenden Weltmeister siegreich den Ring verlassen?”
Sylvester Stallone, welcher hier vor und hinter der Kamera agiert, inszenierte ein grandioses Drama über einen gebrochenen alten Mann, der seine Vergangenheit und auch seine Gegenwart nur schwer bewältigen kann. Der gesamte Film, sieht man von dem Endkampf ab, ist trist und farblos gehalten.
Stallone hat hier besonderen Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen gelegt, die Rocky ein Leben lang begleitet haben. Der immer miesgelaunte Paulie stellt hier den Konterpart zu Rocky dar. Aber auch die kleine Marie, welche im ersten Teil Rocky einen Schlappschwanz nannte ist mit von der Partie. Diese hat mittlerweile einen Sohn “Steps”, mit dem sich Rocky anfreundet und ein gewisses Vater-Sohn Verhältnis aufbaut. Dieses Verhältnis konnte er zu seinem eigenen Sohn nie aufbauen, denn dieser steht in seinem Schatten und macht seinen Vater dafür verantwortlich. Erst zum Ende hin verbessert sich das Verhältnis zwischen den Beiden. Zum großen Event, der Kampf zwischen Rocky Balboa und Mason Dixon, kommt es erst in den letzten paar Minuten des Films. Dieser Kampf ist für Rocky eine Art Vergangenheitsbewältigung, denn im Film heißt es, jeder vergangene Boxer hätte noch EINEN großen Kampf vor sicht, den es zu bewältigen gibt. Dies ist Rockys Kampf.
Übrigens wurden für den Film drei verschiedene Endsequenzen gedreht. Eine in der Rocky Balboa den Kampf gewinnt, eine wo der Kampf unentschieden ausgeht und eine wo Mason Dixon den Kampf gewinnt. Welche es letztendlich in den Film geschafft hat, erfahrt ihr, wenn ihr ihn euch anseht.
Als Fan von Stallone, fällt mir die Wertung für dieses Film nicht schwer, so vergebe ich hier 9 von 10 Punkten, denn der Film hätte ruhig eine etwas längere Laufzeit haben können.
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Tags: Drama, Filmtagebuch
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