Mike Mendez' Killers

Mike Mendez' Killers

Hollywood? Nein, Danke! Ein halbwegs hohes Budget? Pustekuchen! Trash? Aber Hallo! Es geht um Mike Mendez’ Werk “Killers”. Kyle und Odessa James sind aus dem Gefängnis entkommen und nisten sich bei einer kleinen Vorstadtfamilie ein. Diese bedrohen sie, doch alles kommt ab der zweiten Hälfte des Films total anders. Mit allerlei skurrilen Ideen, wendet sich das Blatt und man fragt sich, wer hier die Gestörten sind? Die Familie Ryan, oder die beiden James-Brüder? Es wird sich hier verschiedenster Genres bedient, sorgfältig mit der Kamera gearbeitet und die Handlung schreitet so banal und hirnlos voran, dass man schon ein besonderes Faible für diese Art der Unterhaltung haben muss. Trash-Fans oder B-Movie Fans kommen aber voll auf ihre Kosten.

Bei voranschreitender Laufzeit, fragt sich der Zuschauer immer wieder: “Worum gings hier überhaupt!”, denn was wie ein üblicher Psychothriller beginnt, verliert zunehmend an Substanz. So ist Mutter Ryan scharf auf Odessa James, Tochter Ryan treibt es mit Kyle, die Ryans haben einen Keller voller Zombies, Vater Ryan ist ein Hochdekorierter Kriegsheld und zu guter Letzt wieder Mutter Ryan, die eigentlich eine Hure und Gewaltverbrecherin ist. Die ermittelnde Polizisten schließt sich letztendlich mit Odessa zusammen um ein paar Zombies nieder zu mähen, wobei sie draufgeht und dann ersteinmal kräftig auf die Tränendrüse gedrückt wird. Odessa avanciert zum Anti-Helden in dem Film. Untermalt wird alles mit dem äußerst genialen Stück “In-A-Gadda-Da-Vida” von “Iron Butterfly”. Trash-Fans sollten unbedingt einen Blick auf diesen Streifen werfen, denn solche Coolness, Skurrilität und Belanglosigkeit wird sonst nur bei Troma geboten.

Mike Mendez war im übrigen gar nicht glücklich über diesen Film, da ihm nicht der gewollte Handlungsspielraum gelassen wurde. Meiner Meinung nach, ist das ein Glück, denn sonst hätte der Film möglicherweise keinen wirklichen Spaß mehr gemacht.

Da ich etwas objektiv in der Wertung bleiben möchte, gibt es diesmal zwei Punktevergaben.

Für normale Filmfans: 2 von 10 Punkten
Für Trashfans: 8 von 10 Punkten