
Alestorm - Black Sails at Midnight
Dem ein oder anderen Metalliebhaber wird im vergangen Jahr die Band Alestorm [ehem. Battleheart] aufgefallen sein. Es handelt sich hierbei um eine schottische Power-Metal Band, die sich, ähnlich wie Turisas, einer Mischung aus Folk und Metal bedienen. Thematisiert werden typische Themen rund um die Piraterie. Passenderweise bezeichnet die Band ihren Musikstil als “Pirate Metal“. Auch wenn es diese Definition eine Sub-Genres offiziell nicht gibt, könnte es treffender nicht sein. Doch was erwartet man von einer solchen Band? Es gibt viele Dinge, die ich für sehr essentiell halte, wenn man das, selbst definierte, Subgenre bedienen will. Da wären zum einen Chorähnliche Gesänge, ein Akkordeon oder auch Geigen zu nennen. Auch der Sänger sollte ein gewisses Klischee erfüllen, so das man sich durchaus einen Piraten a lá Barbossa [Pirates of the Carribean] vorstellen kann. Idealerweise wird dies durch eine verrauchte und kehlige Stimme erreicht. Mit ihrem Debutalbum “Captain Morgan’s Revenge“, konnten Alestorm bereits beweisen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Ihre Zielgruppe wurde gut bedient, das Album war in sich stimmig, einzig die Keyboard-Soli gingen etwas auf die Nerven. Doch wie sieht es mit ihrem zweiten Werk aus? Haben die Schotten sich verbessert, oder hat man sich auf dem ersten Machwerk ausgeruht? Hier erfahrt ihr die Antwort.
Beim ersten Hören des Silberlings fällt sofort auf, dass weitaus mehr Abwechslung in den Songs geboten wird. Natürlich ist die Spielzeit von knappen 45 Minuten nicht allzu lang, dafür sticht aber die Qualität deutlich hervor. Das stört mich keineswegs, denn ich habe lieber 45 Minuten qualitativ hochwertiges Material, als dass ich mir 2-3 Sahnestücke rauspicken muss und den Rest einfach vergesse. Man kann zwar bemängeln, dass hier musikalisch nicht gerade mit Neuerung um sich geworfen wird, aber wer braucht das schon, so lange das Gesamtbild stimmt? Rammstein hört man schließlich auch nicht wegen der musikalischen Überlegenheit!
Beginnend mit dem Opener “The Quest” geht gleich richtig zur Sache: gallopierendes Schlagzeug, schreddernde Gitarrenriffe und ein kehliger Gesang, alles ohne unpassendes Intro. Das zweite Stück der Platte “Leviathan” konnte man bereits in Form einer EP begutachten. Besonders der Klang eines Akkordeons [zugegeben, es dürfte ein Keyboard sein] sticht gleich zu Anfang hervor. Das Stück ist nicht ganz so schnell wie der Opener, bietet dafür ein klasse Intro. Man muss hier immer differenzieren, ob ein Intro gerade passend zum Song wirkt oder nur künstlich, um die Spielzeit voranzutreiben. Nach diesen zwei, bereits sehr hochwertigen Songs, fällt die Qualität keineswegs ab, denn es geht weiter mit “That famous Ol’ Spiced“. Viel kann man zum dritten Song nicht sagen, ohne sich wiederholen zu müssen. Erwähnen sollte man aber den Piratenchor, der sich perfekt ins Bild fügt. Weiter geht es mit “Keelhauled“, nun mehr in Folk Richtung, welcher einfach zum Mitgröhlen einlädt. Mit etwas Phatasie hat man hier eine ganze Piratenmeute in einer Hafenbar vor Augen, natürlich mit dem Captain, der seine Geschichten zum Besten gibt und jeder Menge Rum. Nach all der Aufregung folgt das balladenähnliche “To the End of our Days“, welches doch recht traurig und langsam daherkommt, sowas lädt zum “schunkeln” ein. Ähnlich hart wie zum Opener geht es mit dem titelgebenden Song “Black Sails at Midnight” weiter. Bis hier hin hat man noch keine großen musikalischen Ausfälle feststellen können und so soll es auch bleiben, also befassen wir uns mit dem folgenden Instrumental “No Quarter“. Hier muss man doch zugebenermaßen einmal einwerfen, dass die schottischen Seelöwen, wohl doch, einmal zuviel “Pirates of the Carribean” gesehen haben, denn Parallelen sind hier, gerade zum Ende, nicht zu überhören. Da aber durchaus der eigene Charakter der Musik gewahrt wird, sollte man diese Parallele eher als Hommage, statt Plagiat werten. Weiter geht’s mit “Pirate Song” und auch wenn ich mich wiederhole, kann ich hier keine besondere Kritik anbringen. Das Album nähert sich langsam dem Ende mit dem nun folgenden “Chronicles of Vengeance“, aber auch hier gibt es nichts großartig zu bemängeln, eher hervorzuheben, denn dieser Song ist, meiner Meinung nach, einer der Besten des gesamten Albums. Die Geschwindigkeit hat mittlerweile etwas nachgelassen, was aber eher für Abwechslung, als für Langeweile sorgt. Der letzte Song “Wolves of the Sea” lädt noch einmal zum mitgröhlen und Feiern ein, also ein wunderbares Ending für ein klasse Album.
Nach all der Lobpreisung muss ich dennoch ein paar Worte der Kritik anbringen. Leider geht das Keyboard, auch wenn es besser geworden ist, noch immer auf die Nerven. Dieser Umstand trübt leider etwas das Gesamtbild, da das Instrument in fast jedem Song vertreten ist. Zum Glück ist es nie derartig dominant, dass es einem den Spaß verderben kann. Weiter ist die Musik von Alestorm sehr speziell, weshalb nicht jeder damit glücklich werden wird. Hat man aber einen Zugang zu dieser Art der Musik, bekommt man hier ein Album ohne Tiefen geboten. Alle Songs bewegen sich in etwa auf gleich hohem Niveau.
Daher gibt es von mir an dieser Stelle 7 von 10 möglichen Punkten. Wäre das Keyboard und die kurze Spielzeit [45 Minuten, 10 Songs] nicht, so wären mehr Punkte drin gewesen.
Ich hoffe für Alestorm, dass sie in Zukunft noch eins Schippe drauflegen, denn ein Käufer ist ihnen ohnehin erneut sicher!
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Einfach nur Klassew das Teil1!!
.-= Andys letzter blog ..Sugarbabes an Schweinegrippe erkrankt – Infizierte steigen stark an =-.
Mich würde ja mal interessieren, für wen Du diese Rezensionen schreibst. Oder machst Du das aus Purer Lust und Laune? Eine derartige Anzahl habe ich bei drei Anbietern in zwei Monaten nicht bekommen
.-= saschas letzter blog ..Adsense Account terminieren – 15 Tipps um Mr. Adsense zu Killen =-.
Ich schreibe diese Rezensionen tatsächlich aus Lust und Laune, daher wird es auch nie die Fülle an Berichten geben, die eine entsprechende Genre-Seite präsentiert
Wow. Na dann scheint dich ein solches Thema tatsächlich zu interessieren. Ich persönlich halte nicht besonders viel von Spielen, werde mich aber trotzdem einfach mal an Diablo 3 halten.
.-= saschas letzter blog ..13 effektive Tipps zur Erhöhung der Google Adsense CTR =-.
So ist es. Ich habe leider nicht genügend Zeit um wirklich viel zu spielen, aber ab und an vertreibe ich mir damit ganz gerne Mal die Zeit. Es gibt aber weitaus wichtigere Dinge. Diablo 3 z.B. reizt mich überhaupt nicht.